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SUMMARY:Quatuor Zaïde ‍– Frauenpower auf sechzehn Saiten
DESCRIPTION:Das Streichquartett\, eines der führenden französischen Kamme
 rmusikensembles\, sammelte weltweit Preise bei namhaften Wettbewerben\, is
 t international etabliert und tourt auf den großen internationalen Bühne
 n. Auf dem Programm stehen Werke von Rebecca Clarke\, Fanny Mendelssohn-He
 nsel\, Antonin Dvořák.‍\nQuatuor Zaïde: Charlotte Maclet\, Violine | 
 Leslie Boulin Raulet\, Violine | Céline Tison\, Viola | Juliette Salmona\
 , Violoncello\nRebecca Clarke (1886-1979): Poem\, Adagio für Streichquart
 ett (1926)\\n                                        
                                                  
                \\nFanny Mendelssohn-Hensel (1805-1847): Streichqua
 rtett Es-Dur\\nAdagio ma non troppo – Allegretto – Romanze – Allegro
  molto vivace\n– Pause –                               
                  \nAntonin Dvořák (1841-1904): Streichquartett 
 F-Dur op. 96 „Amerikanisches“ \\nAllegro ma non troppo – Lento – 
 Molto vivace – Finale: Vivace ma non troppo\nRebecca Clarke (geb. 1886 i
 n Harrow) wuchs in einem musikalischen Elternhaus auf\, litt jedoch unter 
 einem autoritären Vater. Trotz gesellschaftlicher Vorurteile gegen kompon
 ierende Frauen studierte sie an der Royal Academy of Music und wurde 1907 
 als erste Frau in die Kompositionsklasse von Charles Villiers Stanford auf
 genommen\, der sie zur Bratsche führte. Mit diesem Instrument wurde sie M
 itglied im Queen’s Hall Orchestra und erlangte zudem große Anerkennung 
 als Kammermusikerin mit bedeutenden Künstlern ihrer Zeit.\nIhren Durchbru
 ch als Komponistin erzielte Clarke 1919 beim Berkshire Festival of Chamber
  Music in den USA\, als ihre Violasonate anonym eingereicht und ausgezeich
 net wurde. Die Überraschung war groß\, als sich herausstellte\, dass das
  Werk von einer Frau stammte. Unterstützt wurde sie unter anderem von der
  Mäzenin Elizabeth Sprague Coolidge.\nClarkes Musik ist in der Spätroman
 tik verwurzelt\, integriert jedoch moderne Elemente wie modale\, pentatoni
 sche und chromatische Skalen sowie Einflüsse asiatischer Musik. Sie entwi
 ckelte traditionelle Formen rhythmisch und formal weiter und erreichte so 
 große Ausdruckskraft.\\nIhr Werk Poem ist ein kurzes\, aber klanglich raf
 finiertes Stück für Streichquartett\, das auf wenigen Motiven basiert un
 d sich chromatisch entfaltet. Es zeichnet sich durch ruhige\, nachdenklich
 e Klangfarben und eine wichtige Rolle der Bratsche aus\, deren Potenzial C
 larke besonders hervorhob.\nFanny Mendelssohn-Hensel (1805–1847) war ein
 e bedeutende deutsche Komponistin der Romantik und die ältere Schwester v
 on Felix Mendelssohn Bartholdy. Sie wuchs in einem wohlhabenden\, kulturel
 l geprägten Elternhaus in Berlin auf und erhielt eine umfassende musikali
 sche Ausbildung. Schon früh zeigte sich ihr außergewöhnliches Talent\, 
 doch gesellschaftliche Erwartungen erschwerten ihr eine öffentliche Karri
 ere als Komponistin. Während ihr Bruder gefördert wurde\, blieb ihr Wirk
 en lange auf den privaten Rahmen beschränkt\, etwa die berühmten „Sonn
 tagsmusiken“ im Hause Mendelssohn.\nTrotz dieser Einschränkungen schuf 
 sie über 450 Werke\, darunter Klavierstücke\, Lieder und Kammermusik. Er
 st in ihren letzten Lebensjahren begann sie\, ihre Kompositionen unter eig
 enem Namen zu veröffentlichen.\nIhr Streichquartett Es-Dur (1834) zählt 
 zu ihren wichtigsten Kammermusikwerken und zeigt ihre kompositorische Eige
 nständigkeit. Der erste Satz (Adagio ma non troppo – Allegretto) verbin
 det eine langsame\, ausdrucksvolle Einleitung mit einem lebhaften Haupttei
 l. Die „Romanze“ entfaltet einen lyrischen\, gesanglichen Charakter\, 
 während das abschließende Allegro molto vivace durch Energie\, rhythmisc
 he Spannung und kontrastreiche Themen besticht.\nDas Werk steht stilistisc
 h der Romantik nahe\, zeigt jedoch auch persönliche Ausdruckstiefe und fo
 rmale Klarheit. Besonders auffällig ist die enge motivische Arbeit und da
 s ausgewogene Zusammenspiel der Stimmen. Das Streichquartett verdeutlicht\
 , dass Fanny Mendelssohn-Hensel weit mehr war als nur „die Schwester von
 “ – sie war eine eigenständige\, hochbegabte Komponistin mit unverwec
 hselbarer musikalischer Stimme.\nAntonín Dvořák (1841–1904) zählt zu
  den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Geboren im böhmischen Nelaho
 zeves\, zeigte er früh musikalisches Talent und wurde in Prag ausgebildet
 . Trotz anfänglicher finanzieller Schwierigkeiten gelang ihm der Durchbru
 ch mit Unterstützung von Johannes Brahms\, der ihn förderte. Dvořák ve
 rband in seiner Musik klassische Formen mit böhmischer Volksmusik\, was s
 einen Werken eine unverwechselbare nationale Prägung verlieh. Internation
 ale Anerkennung erlangte er u. a. durch seine Sinfonien\, Kammermusik und 
 geistlichen Werke. 1892 ging er in die USA\, wo er als Direktor des Nation
 al Conservatory in New York wirkte und neue musikalische Einflüsse aufnah
 m.\nIn dieser Zeit entstand sein berühmtes Streichquartett F-Dur op. 96 
 „Amerikanisches“ (1893)\, komponiert während eines Sommeraufenthalts 
 in Spillville\, Iowa. Das Werk spiegelt Eindrücke der amerikanischen Land
 schaft sowie Anklänge an Spirituals und indigene Musik wider\, ohne direk
 te Zitate zu verwenden.\nDer erste Satz (Allegro ma non troppo) ist geprä
 gt von eingängigen\, pentatonisch gefärbten Themen und klarer Form. Im z
 weiten Satz (Lento) entfaltet sich eine ruhige\, gesangliche Melodie von g
 roßer Weite und Melancholie. Das Molto vivace bringt mit lebhaften Rhythm
 en und tänzerischem Charakter kontrastreiche Energie\, wobei Vogelrufe na
 chempfunden werden. Das Finale (Vivace ma non troppo) greift die volksmusi
 kalischen Elemente erneut auf und führt das Werk mit schwungvoller Lebend
 igkeit zum Abschluss.\\nDas „Amerikanische“ Quartett vereint europäis
 che Tradition mit neuen Klangfarben und gilt als Höhepunkt von Dvořáks 
 Kammermusik.
LOCATION:Augustiner Chorherrenstift Öhningen\, Klosterplatz 3\, 78337 Öhn
 ingen (Deutschland)
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ORGANIZER:Höri Musiktage Bodensee/Kultur.Konvent.Öhningen (KKÖ)
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