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18. Literaturwochenende am Untersee

Lukas Maisel: Christina Brun, Melinda Nadj Abonji: Ayse Yavas, Margit Koemeda: TV3, Julia Rüegger: Maria Patsche, Heiko Strech und Ranisch/Rupf von den Autoren
Lesungen in historischen Häusern von Tägerwilen bis Steckborn 18. bis 20. September 2026.

Für die rund einstündigen Lesungen öffnen private Gastgeberinnen und Gastgeber ihre historischen Häuser am Untersee. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, den eingeladenen Autorinnen und Autoren im Gespräch zu begegnen und den Anlass bei einem Apéro ausklingen zu lassen.

Freitag, 18. September 19 Uhr
Altes Debrunnerhaus, Hauptstrasse 92, 8272 Ermatingen

Lukas Maisel liest aus seinem Roman „Wie ein Mann nichts tat und so die Welt rettete“

Der Roman führt in die Zeit des Kalten Krieges, in der ein Fehlalarm des atomaren Abwehrsystems fast einen Dritten Weltkrieg ausgelöst hätte. In unverwechselbar eleganter Prosa erzählt er von Zufall und Schicksal – von einer historischen Begebenheit, die gespenstisch aktuell ist.

Lukas Maisel, geboren 1987 in Zürich, studierte nach einer Lehre zum Drucker am Literaturinstitut in Biel. 2020 erster Roman «Buch der geträumten Inseln», 2021 las er in Klagenfurt, 2022 erschien seine von der Kritik gefeierte Novelle «Tanners Erde».

 

Samstag, 19. September 15.30 Uhr
Villa Seeschau, Seestrasse 9, 8267 Berlingen

Heiko Strech/LiteraTrio präsentiert „Leben heisst Warten, Warten ist Leben“ eine Hommage an Samuel Beckett

Samuel Beckett hat nicht nur auf Godot gewartet - und dafür den Nobelpreis erhalten. Er hat auch in anderen Theaterstücken wie «Endspiel», «Glückliche Tage» oder «Das letzte Band» menschliches Leid humorvoll und grotesk-poetisch geschildert und dadurch auch dunkle Inhalte erträglich gemacht.

Heiko Strech hat eine Schauspielausbildung, ist Germanist und Autor. Ariela Sarbacher ist Schauspielerin und Autorin, Martin Kunz ist Philosoph, Schriftsteller und Pianist.

 

Samstag, 19. September 19.30 Uhr
Schloss Breitenstein, Fruthwilerstrasse 70, 8272 Ermatingen

Melinda Nadj Abonji liest aus ihrem Roman „Schildkrötensoldat“

Der Roman erzählt in eindringlichen Bildern von Zoltán Kertész, dem blauäugigen Sohn eines »Halbzigeuners« und einer Tagelöhnerin, der als Kind vom Motorrad gefallen ist und seither das »Schläfenflattern« hat. 1991 soll er in die Volksarmee und zum Mann und dann zum Helden werden. Aber Zoltán passt nicht ins System.

Melinda Nadj Abonji (1968) kam, als Ungarin im serbischen Bečej (Vojvodina) geboren, 1973 mit ihren Eltern in die Schweiz. Sie ist Schriftstellerin und Musikerin. Für ihren Roman "Tauben fliegen auf" ist sie 2010 mit dem Deutschen und dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet worden.

Sonntag, 20. September 11 Uhr
Alte Kaplanei, Louisenbergstrasse 13, 8268 Mannenbach 

Julia Rüegger liest aus dem Romanprojekt „Fallgewicht. Exerzitien“

Lian liebt Nuri, und sie liebt Paul. Mit Nuri verbindet sie eine langjährige Vertrautheit und Gefährtenschaft, mit Paul ein rasendes Verlangen, das ihren bisherigen Alltag aus den Angeln hebt. Als beide Beziehungen in die Brüche gehen, droht Lian in der Fülle der Verluste zu versinken.

Julia Rüegger (1994) studierte Literarisches Schreiben, Theater und Philosophie und lebt als Autorin und Literaturvermittlerin in Basel. Sie schreibt Lyrik, Essays und Kurz-Prosa sowie wissenschaftliche und kulturjournalistische Texte. Aktuell arbeitet sie an ihrem ersten Roman, den sie hier vorstellt.

Sonntag, 20. September 15.30 Uhr
Foyer Turmhof, Seestrasse 84a, 8266 Steckborn

Margit Koemeda liest aus ihrem neuen Roman „Fliegen. Wieso Anna log“

Eines Tages erhält Anna eine Nachricht von einem, den sie in jungen Jahren kennengelernt und dann aus den Augen verloren hat. Es entsteht eine intensive Zwiesprache an der Grenze zwischen virtuellen und realen Räumen, jenseits derer sie sich neu zu erfinden beginnen. Musikalische Begleitung: Erika Brunner, Shakuhachi.

Margit Koemeda, als Österreicherin in Nürnberg geboren, studierte Psychologie, Soziologie und Literaturwissenschaft in Konstanz und Zürich, lebt und arbeitet als Psychotherapeutin und Autorin am Bodensee in der Schweiz.

 

Sonntag, 20. September 19 Uhr
Alte Säge, Säagestrasse 12, 8274 Tägerwilen

Volker Ranisch/Gian Rupf präsentieren „Animal Farm. Der Aufstand der Tiere“ – ein Schauermärchen mit Musik, frei nach einem Roman von Georg Orwell

Tiere an die Macht - und die Welt wird ein besserer Ort! Im „Märchenland Rheintal“ haben auf einem Bauernhof die Tiere das Zepter übernommen. Vom Menschen befreit kann das wahre Leben endlich beginnen. Doch was wie eine harmlose Kindergeschichte daher kommt, entpuppt sich als eine knallharte, satirische Anklage von totalitären Systemen.

Volker Ranisch und Gian Rupf, zwei Vollblut-Schauspieler, konterkarieren den Text mit verführerischen Songs und Possen aus dem Fundus des Agitprop sowie bittersüssen Schweizerliedern. (Regie Klaus Hemmerle)

 

Termine

Freitag, 18.09.2026

Samstag, 19.09.2026

Sonntag, 20.09.2026

Kontakt Veranstalter

Literaturwochenende am Untersee
0041 79 681 43 71
felix.barbara.mueller@bluewin.ch

Veranstaltungsort

Diverse Orte
am Untersee
8272 Ermatingen

Vorverkauf / Reservation

Der Billettverkauf läuft mittels Aanmeldelink anmeldung@literaturamuntersee.ch
ab 1. September auch telefonisch unter 079 81 43 71
literaturamuntersee.ch

Preise / Kosten

Regulär: 25.-, Studenten 15.- CHF, inkl. Apéro)
Fünf Lesungen: 100.-, Sechs Lesungen: 120.-

Kommt vor in diesen Sparten

  • Literatur

Kommt vor in diesen Interessen

  • Belletristik
  • Lesung

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