23.03.2017
Erleichterung bei Kritikern

Der Journalist und Historiker Markus Schär hat massgeblich dazu beigetragen, dass die Umstände und Merkwürdigkeiten des früheren Kunstmuseum-Neubauprojekts aufgedeckt wurden. Inzwischen ist er so etwas wie der Sprecher der Beschwerdeführer gegen das Vorhaben. Auf Nachfrage von thurgaukultur.ch erklärt er seine Einschätzung zum Entscheid des Regierungsrats, das gesamte Projekt neu aufzugleisen.
In seiner Stellungnahme erklärt Markus Schär unter anderem, dass die Beschwerdeführer "mit Befriedigung zur Kenntnis (nehmen), dass der Regierungsrat dieses Projekt – endlich! – aufgibt." Zu dem Vorgehen des Regierungsrats eine neue Projektgruppe einzusetzen, meint Schär: "Das Einsetzen einer Arbeitsgruppe mit Fachleuten des Kantons ist der einzig richtige Weg, um eine Lösung zu finden." Gleichwohl betont er aber auch, dass der Neuanfang kein Ende der alten Geschichte bedeute: "Wir warten immer noch auf den Entscheid des Verwaltungsgericht zu unserer Beschwerde wegen der widerrechtlichen Zahlungen des Regierungsrats an die Stiftung Kartause im letzten Jahr." (lün)
Die gesamte Stellungnahme von Markus Schär im Wortlaut
"In unserer Gruppe gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob beim Kunstmuseum wirklich Sanierungs- und Erweiterungsbedarf herrscht. Aber darum geht es nicht; es ging uns immer nur darum, dass das Neubauprojekt rechtswidrig ausgeheckt und durchgedrückt worden war. Wir nehmen mit Befriedigung zur Kenntnis, dass der Regierungsrat dieses Projekt – endlich! – aufgibt. Das Einsetzen einer Arbeitsgruppe mit Fachleuten des Kantons ist der einzig richtige Weg, um eine Lösung zu finden – falls es wirklich ein Problem gibt. Wir stellen ebenfalls mit Befriedigung fest, dass in der Arbeitsgruppe keine Vertreter der Stiftung Kartause mehr sitzen, während sie – namentlich Robert Fürer – in den bisherigen Gremien den Ton angaben und die Kantonsvertreter (Kantonsbaumeister, Kulturamtschef) sogar vergraulten. Der Neuanfang bedeutet nicht, dass diese trübe Geschichte bereinigt ist: Wir warten immer noch auf den Entscheid des Verwaltungsgericht zu unserer Beschwerde wegen der widerrechtlichen Zahlungen des Regierungsrats an die Stiftung Kartause im letzten Jahr."
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