Seite vorlesen

von Brigitta Hochuli, 09.08.2012

Die römische Säule von Pfyn

Die römische Säule von Pfyn
Das Säulenpaar in der Trotte Pfyn. | © Brigitta Hochuli

Brigitta Hochuli

Das sollte man sich nicht entgehen lassen: ein 2000 Jahre altes Marmorprunkstück aus einem römischen Kaiserpalast neben der Säule aus dem Verwaltungsbereich der hiesigen Provinz! Vom einstigen Nabel der Welt ans Ende der Welt - ad fines, nach Pfyn - transportiert. Welch Spannungsfeld!

*

Zwei Stunden lang sass ich auf einem Stühlchen vor der römischen Säule; bis ich beinahe glaubte, ihre Aura hätte mich gepackt. Und Alex Meszmer, der Mitinitiator der Kulturhauptstadt Pfyn, erzählte. Zu erzählen gibt‘s viel. Allein der Ordner voll Korrespondenz seit Projektbeginn vor vier Jahren ist 15 Zentimeter hoch. Wie die Säule tatsächlich in den Thurgau kam, ist eine Überraschung für viele, ein Oh und Ah nebst den Kritikern bei den meisten. Sowohl bei den Pfynern wie bei den Künstlern im Kreis von Meszmer und seinem Partner Reto Müller.

*

Noch bis Sonntag kann man die Säule bewundern. Seit Samstag tun es täglich 20 bis 50 Besucher. Sie stellen Fragen und diskutieren pro und contra, aber mit Lust. Und erzählen weiter von der römischen Säule in Pfyn. Das solle so sein, das sei das eigentliche Kunstwerk, sagt das Künstlerpaar Meszmer und Müller: die Erzählung der Geschichte. „Forming history“ - damit nichts komplett in Vergessenheit gerate - "und sei es noch so indifferent".

***

Hier sehen Sie den Film über den Säulentransport und hören die Erzählung dazu.

Kommt vor in diesen Ressorts

  • Kunst
  • Kulturpolitik

Kommt vor in diesen Interessen

  • Bildende Künste
  • Geschichte

Werbung

Mit Sorgfalt für die Agenda – wir suchen Verstärkung

Ein kleines Pensum mit grosser Verantwortung für unser Service public-Angebot. 15 % | Start: September 2026

Gesucht per Herbst 2026: Geschäftsführung 20-30%

Das GENERATIONS steht für aktuellen Jazz, internationale Vernetzung und die nachhaltige Förderung junger Musiker.

Ausschreibung «Freies Atelierstipendium»

Bewerbungsdauer: 1. Juli bis Mitte August 2026 über die digitale Gesuchsplattform der Kulturstiftung Thurgau.

Ähnliche Beiträge

Kunst

Schwerkraft, Energie und Bewegung

Mit ihrer Einzelausstellung eröffnet Katja Schenker die neuen Räumlichkeiten des Zürcher Museums Haus Konstruktiv im Westteil des Löwenbräukunst-Areals. mehr

Kunst

Kaffee, Kunst und nette Leute

Im vergangenen Jahr hat die Frauenfelder «Kulturbotschaft» 100’000 Franken beim Kulturstiftungs-Wettbewerb «Ratartouille» gewonnen. Jetzt ist mit dem «mini mercato» ein erstes Projekt entstanden. mehr

Kunst

Gipfeltreffen der Subkulturen

Als würden sich Donnie Darko und James Cameron begegnen: In einer neuen Ausstellung in Diessenhofen treffen düstere Emofiguren auf bunte, avatargleiche Fabelwesen. mehr