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von Brigitta Hochuli, 10.09.2011

„Es isch wiä hei cho“

„Es isch wiä hei cho“
Nach der Geburtstagsfeier für Hans Baumgartner: Plauderei vor der Kirche Steckborn. | © Brigitta Hochuli

Für Hans Baumgartners Witwe Elisabeth war die Feier zu dessen 100. Geburtstag in der Kirche Steckborn wie „hei cho“. Für andere vielleicht auch. - Ein BILDERBOGEN.

Brigitta Hochuli

Es begrüssten am Samstag, 10. September 2011, die zahlreichen Gäste Alfred Muggli, Co-Präsident der Stiftung Turmhof, und Roger Forrer, der Stadtammann von Steckborn.

Es sprach zu Hans Baumgartners fotohistorischer Bedeutung Martin Gasser, Konservator der Fotostiftung Schweiz, und es brachte Hans Baumgartner in den gegenwärtigen Kontext des modernen Fotojournalismus Jann Jenatsch, CEO der Bildagentur Keystone AG.

Videobildsequenz

Monika Knill, Regierungsrätin und Chefin des Kultur- und Erziehungsdepartements, liess sich quasi naturgemäss auf die Schulbilder Baumgartners ein. Wir hörten einer liebevolle Betrachterin zu: „Wer kennt sie nicht – diese schulischen Momentaufnahmen in Schwarzweiss, die über den Augenblick hinaus Geschichten erzählen?“, fragte Frau Knill. „Wir sehen zum Beispiel ein schreibendes Mädchen an der Wandtafel. Die angeschriebene Rechnung ,12 Fr. 35 Rp. + 22 Rp.‘ steigt von links nach rechts an. Wird die Schülerin, die mit dem rechten Fuss bereits auf den Zehenspitzen steht, wohl noch auf die Höhe des Resultats finden?“

Wir wissen es nicht. Doch gibt es nun ein Buch, das uns den Fotografen auf neue Weise näher bringt. Verdienstvoll die Texte, einnehmend die Bilder. Kulturproduzent und Koordinator des Baumgartner-Jahrs Alex Bänninger, neben Martin Gasser Autor des kleinen Werks, stellte es vor. „Vor Ort – Hans Baumgartner, Judith Stadler, Roland Iselin, Christian Schwager – Ein fotografischer Dialog“ ist von der Stiftung Turmhof und der Fotostiftung Schweiz herausgegeben worden und kostet 25 Franken.

„Es isch wiä hei cho“, sagte Hans Baumgartners Witwe Elisabeth nach der Feier und meinte Steckborn, wo sie zusammen gelebt hatten, bevor sie nach Frauenfeld zogen. Auch das neue Buch ist eine Hommage an dieses Städtchen - mit all seiner „poetischen Kraft des Tageslichts und der Dunkelheit der Nacht“, wie Martin Gasser es sagte.

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Einen Film von Art-tv über die Ausstellung im Seemuseum Kreuzlingen sehen Sie hier.

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