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16.04.2015

Liebestod auf der Seebühne

Liebestod auf der Seebühne
Von links nach rechts: Leopold Huber (Produktion,Text), Astrid Keller (Regie) und Beate Faßnacht (Bühne, Kostüme) | © Katja Angermaier

Das See-Burgtheater widmet sich der bekanntesten Liebesgeschichte aller Zeiten. Gottfried Kellers Version von Romeo und Julia, Romeo und Julia auf dem Dorfe, ist nicht weniger herzzerreissend als das Original. Seine Fassung ist näher dran am Alltagsleben, holt die todgeweihte Romanze in ein bodenständiges Milieu. Auf der Kreuzlinger Seebühne verlieben sich im Sommer 2015 Tochter und Sohn von zwei verfeindeten Bauernfamilien. Sie träumen, kämpfen um ihr Glück und sehen bald keinen Ausweg mehr. Premiere ist am Donnerstag, 9. Juli 2015, Regie führt Astrid Keller.


„Es ist ein lang gehegter Wunsch von mir, diese Geschichte auf die Bühne zu bringen, um zu zeigen, dass die Sehnsucht nach der grossen, einzigen Liebe die Zuschauer nach wie vor in ihren Bann ziehen kann“, sagt Astrid Keller. Mit Beate Fassnacht gestaltet die Frau die Optik der Kreuzlinger Seebühne, die auch beim Konzil-Theaterstück „Konstanz am Meer“ für das Bühnenbild zuständig war. Der Grabenkampf der Familien Manz und Marti findet auf einer Naturbühne statt, ein mittig aufgebauter Steinhaufen trennt die doch so gleichen Welten. Zwischen 9. Juli und 6. August sind zwanzig Vorstellungen geplant. Kartenreservierungen sind schon jetzt möglich.

Junge Talente


Beim Casting hat das Team des See-Burgtheaters auf junge Talente gesetzt. Das Bauernmädchen Vreneli wird gespielt von Anna Blumer, Absolventin des Wiener Max-Reinhardt-Seminars. Raphael Tschudi schlüpft in die Rolle ihres Liebsten, Sali. Die beiden sind als Kinder Nachbarn, bis Sali mit seiner Familie wegziehen muss. Seit dem Streit um einen Acker zwischen den beiden Bauernfamilien scheint die Feindschaft unüberwindbar. Erst als junge Erwachsene sehen sich die ehemaligen Spielgefährten wieder. Es kommt, wie es kommen muss: Sie verlieben sich.


Durch das Vergrösserungsglas


Die Theaterbesucher bekommen die Chance, das undurchdringliche Soziotop einer dörflichen Gemeinschaft wie durch ein Vergrösserungsglas von aussen zu betrachten. Die jungen Leute arbeiten sich ab an ihrem Utopia, in dem sie frei und selbstbestimmt lieben und leben können. Der „schwarze Geiger“ (Simon Engeli) prophezeit ihnen von Anfang an ein böses Ende. Gemeinsam mit Goran Kovačević am Akkordeon und einem 13-köpfigen Chor begleitet er das Stück mit schönen Liedern und Gypsy-Musik. Auch auf dem Dorfe finden Romeo und Julia kein gemeinsames Glück. Regisseurin Astrid Keller stellt mit dem See-Burgtheater diesen Sommer ihre Zuschauer auf den Prüfstand und fragt: „Wie frei sind wir heute in der Wahl unserer Partner – und über welche Paare rümpfen wir bis heute die Nase?“ (pd)

***

Kartenreservation, verbindlich: info@see-burgtheater.ch, bei Kreuzlingen Tourismus, Sonnenstr. 4 in Kreuzlingen oder telefonisch unter 071 670 14 00, www.see-burgtheater.ch

Romeo + Julia auf dem Dorfe
Premiere: Donnerstag 9. Juli 2015, 20.30 Uhr
Aufführungen, jeweils 20.30 Uhr an folgenden Tagen:

Juli
Fr 10.7. / Sa 11.7.
Di 14.7. / Mi 15.7. / Do 16.7. / Fr 17.7. / Sa 18.7.
Di 21.7. / Mi 22,7. / Do 23.7. / Fr 24.7. / Sa 25.7.
Di 28.7. / Mi 29.7. / Do 30.7. / Fr 31.7.
August
Di 4.8. / Mi 5.8. / Do 6.8.

Die Zuschauertribüne ist gedeckt. Gespielt wird bei jeder Witterung, ausser bei Dauerregen oder Sturm.
Ab 18 Uhr Einlass und Bewirtung. Aufführungsdauer: 20.30 - ca. 22.30 Uhr, eine Pause.
Das Restaurant Schloss Seeburg in Bühnennähe serviert an den Theaterabenden ein spezielles Drei-Gang-Theater-Menü.

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