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Kanton hält am Museumsbau fest

Kanton hält am Museumsbau fest
Webmaschinenhalle in Arbon, designierte Heimat des neuen Themenhauses Museum Werk Zwei . | © Michael Lünstroth

Die erste Ausstellung in der Arboner Webmaschinenhalle ist gelaufen. In den kommenden Jahren soll es dort regelmässig Veranstaltungen geben. Das hat der Regierungsrat jetzt bestätigt. (Lesedauer: ca. 2 Minuten)

Nach dem Auftakt mit dem grenzübergreifenden Ausstellungsformat „Heimspiel“ soll es bis 2033 regelmässig Ausstellungen in der Webmaschinenhalle in Arbon geben. Dieses Grundsatzentscheidung hatte der Kanton bereits getroffen, als die Neueröffnung des geplanten Themenhauses «Museum Werk 2» auf 2037 verschoben wurde.

Nun ist aber klarer, was in der Zwischenzeit in der vom Kanton für eine Million Franken von der HRS gekauften Immobilie geschehen soll: Künftig sollen alternierend die kantonalen Museen und Dritte die Halle bespielen. Das hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau für die Jahre 2025 bis 2033 jetzt beschlossen. Für die Belebung der Räume will der Kanton bis zu 300'000 Franken pro Jahr aus dem Lotteriefonds zur Verfügung stellen.

 

Sollte eigentlich 2028 eröffnet werden, jetzt verzögert sich der Start des neuen kantonalen Museums in Arbon um mindestens neun Jahre. Skizze: Bellprat Partner

Auch externe Aussteller:innen können sich bewerben

„Die kulturelle Zwischennutzung hat dabei immer das strategische Fernziel des Themenhauses im Fokus und legt einen roten Faden für die künftige themenbasierte institutionelle Zusammenarbeit der kantonalen Museen“, schreibt der Regierungsrat in einer Medienmitteilung zu diesem Entscheid. Die Zwischennutzung des Veranstaltungsraums im ersten Obergeschoss der Halle werde zweigleisig geplant: „Ein Jahr erfolgt die Bespielung unter der Führung des Kulturamts durch die kantonalen Museen mit externer Kuration auf Mandatsbasis, im Folgejahr jeweils durch interessierte Dritte“, heisst es in der Mitteilung weiter.

Diese „interessierten Dritte“ können sich um die Nutzung der Räume bewerben. Wie genau das gehen soll und ab wann Bewerbungen möglich sind, wurde noch nicht bekannt gegeben. Geplant sei allerdings ein Ausschreibeverfahren, „das von einer breit abgestützten Jury gesteuert wird“. Die Jury setze sich demnach aus Fachpersonen mit verschiedenen Kenntnissen im Bereich der Kulturlandschaft und Kulturpolitik des Kantons Thurgau, der Kultur- und Ausstellungsorganisation, der Kulturförderung, der Raum- und Stadtentwicklung sowie des lokalen und regionalen Kulturlebens und der lokalen Politik und Standortentwicklung zusammen, heisst es weiter in der aktuellen Mitteilung des Kantons.

Regierungsrat hält am Projekt fest 

In Arbon soll das Themenhaus «Museum Werk 2» entstehen. Aufgrund der finanziellen Lage des Kantons entschied der Regierungsrat, die Investition zu verschieben. Aufgeben will man das Projekt aber nicht. Der Regierungsrat halte grundsätzlich am Projekt fest, heisst es auch jetzt wieder in der Medienmitteilung. Die nun anvisierten Zwischennutzungen in einem Teil der Webmaschinenhalle sollen den Kulturstandort bekanntmachen. Den Anfang machte die Kunstausstellung «Heimspiel 2024», die von Dezember 2024 bis März 2025 in Arbon gastiert hat. 

 

Eine mögliche Zwischennutzung in der Webmaschinenhalle Museum Werk Zwei. Bild: Kanton Thurgau

 

 

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