21.09.2020
Kanton sieht Veranstalter in der Pflicht

Der Anstieg der Covid-19-Fallzahlen sorgt für Anspannung in der Politik. Jetzt fordert der Regierungsrat mehr Disziplin bei den Schutzkonzepten - von Veranstaltern und Publikum.
Organisatoren und Organisatorinnen und Besucherinnen und Besucher von öffentlichen Veranstaltungen seien angehalten, konsequent zur Einhaltung der Schutzkonzepte beizutragen, heisst es in einer Medienmitteilung des Fachstab Pandemie des Kantons. «Schutzkonzepte sind nur so gut, wie sie umgesetzt werden», sagte demnach Beatrix Kesselring, Leiterin der Fachstelle Covid-19.
Bei privaten Anlässen, für die keine Schutzkonzepte erstellt werden müssen, sei es wichtig, dass auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln geachtet werde. «Die Spitzen in den Fallzahlen der vergangenen Tage lassen sich unter anderem auf eine Vereinsreise und ein Chorkonzert zurückführen, bei denen die Abstands- und Hygieneregeln missachtet wurden», wird Regierungsrat Urs Martin, Leiter des Fachstabs Pandemie, in der Mitteilung zitiert. Von dort aus habe sich das Virus dann im privaten Umfeld der Betroffenen verbreitet.
Bald auch Kontaktdaten erheben bei Familienfeiern?
Innerhalb des Fachstabs werden demnach auch neue Empfehlungen für verschärfte Massnahmen erwogen. Eine Variante könnte demnach sein, dass die Pflicht zur Erhebung von Kontaktdaten auch bei privaten Veranstaltungen eingeführt wird. Dies könnte das Contact Tracing erleichtern und beschleunigen und somit die Ausbreitung der Infektionen schneller unterbinden.
Im Hinblick auf die vielen Veranstaltungen, die im Kanton Thurgau inzwischen wieder stattfinden, ruft Martin im Namen des Fachstabes sowohl die Veranstaltenden als auch die Teilnehmenden dazu auf, «besondere Sorgfalt walten zu lassen. Das Coronavirus ist noch da.»
Weiterlesen: Alle Infos rund um das Thema «Schutzkonzepte» findet ihr gebündelt in dem Text «Corona-Virus: Neue Regeln für Veranstalter»
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