Seite vorlesen

12.05.2016

Neue Traditionen gesucht

Neue Traditionen gesucht
Das Bundesamt für Kultur präsentiert auf insgesamt sechs Karten 167 Lebendige Traditionen der Schweiz. | © web

Diesen Monat beginnt die erste Überarbeitung der «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz». Die Volkskundlerin Birgit Langenegger wurde von den Kulturbeauftragten der Ostschweizer Kantone mit der Projektleitung betraut. Die aktualisierte Fassung der Liste soll im Jahr 2018 veröffentlicht werden.

Mit dem Beitritt zum Unesco-Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes verpflichtet sich die Schweiz, ein Inventar des immateriellen Kulturerbes in der Schweiz zu erarbeiten und periodisch zu aktualisieren. Zentrales Element dabei ist die Erstellung einer nationalen Liste. Die bestehende Liste ist in Form einer umfassenden Dokumentation des immateriellen Kulturerbes der Schweiz in Wort, Bild und Ton auf der Webseite www.lebendige-traditionen.ch zugänglich.

Zurzeit 167 Traditionen

Die Liste umfasst derzeit 167 Traditionen, die unter der Leitung des Bundesamtes für Kultur von Fachleuten, Vertretern der kantonalen Kulturstellen und der Schweizerischen Unesco-Kommission aufgrund von Vorschlägen der Kantone im Jahr 2012 ausgewählt wurden. Die Aktualisierung dieser Liste bedeutet die Bestätigung bestehender Einträge, das Hinzufügen neuer Einträge sowie die Streichung von Traditionen, die nicht mehr praktiziert werden.

Gemeinsames Vorgehen in der Ostschweiz

Die Kulturbeauftragten der Ostschweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Glarus, Schaffhausen, St.Gallen, Thurgau und Zürich beauftragen gemeinsam die als Kuratorin am Museum Appenzell tätige Volkskundlerin Birgit Langenegger. Für den Kanton Graubünden ist Silvia Conzett verantwortlich. Sie ist Volkskundlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rätischen Museum in Chur.

Ostschweizer Vorschläge

Vorschläge für neue Ostschweizer Einträge auf der Liste der Lebendigen Traditionen nehmen Birgit Langenegger und Silvia Conzett bis 31. August 2016 entgegen. Sie können aber auch direkt über die Webseite des Bundesamtes für Kultur eingereicht werden. Die eingereichten Vorschläge werden im Rahmen der Aktualisierung von einer nationalen Steuergruppe, bestehend aus Fachleuten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, Städte und des Bundes, geprüft. Die Ostschweizer Kantone werden von Margrit Bürer, Leiterin Kulturamt Appenzell Ausserrhoden, vertreten. (id)

***
Zuständig für den Thurgau ist

Birgit Langenegger
Projektleiterin Lebendige Traditionen Ostschweiz, birgit.langenegger@bluewin.ch

 

Ab sofort neue Karte verfügbar

Beispiele für Lebendige Traditionen den Kanton Thurgau betreffend sind unter anderen der Bechtelistag Frauenfeld, die Bochselnacht, die Groppenfasnacht oder das Weidlingsfahren. Das Bundesamt für Kultur präsentiert auf insgesamt 6 Karten 167 Lebendige Traditionen der Schweiz. Illustriert wurden die Karten vom Künstler Albin Christen mit spielerisch-originellen Zeichnungen. Bisher sind die Karten zu den vier Jahreszeiten sowie zum Thema „Leben in Gemeinschaft erschienen.

 

Ab sofort ist auch die sechste und letzte Karte verfügbar, die sich dem Handwerk und den darstellenden Künsten widmet. Die neue Karte kann ab sofort in allen grösseren Städten (Kulturstätten, Kinos, Theater, usw.) und in den meisten Tourismusbüros bezogen werden. Bestellt werden kann sie auch per E-Mail tradition@bak.admin.ch unter Angabe Ihrer Postanschrift, der gewünschten Anzahl Exemplare und Sprache bestellen. (red)

 

www.lebendige-traditionen.ch

Kommt vor in diesen Ressorts

  • Wissen

Kommt vor in diesen Interessen

  • Geschichte

Werbung

Literaturwettbewerb «Das zweite Buch» 2026

Die Marianne und Curt Dienemann Stiftung Luzern schreibt zum achten Mal den Dienemann-Literaturpreis für deutschsprachige Autorinnen und Autoren in der Schweiz aus. Eingabefrist: 15. Juni 2026

Ähnliche Beiträge

Wissen

Menschliche Schädel in der Sammlung

Das Historische Museum Thurgau erforscht die Herkunft seiner ethnologischen Sammlung. Und hat dabei einige problematische Exponate gefunden. mehr

Wissen

Veränderte Landschaften

Wie sah die Bodenseeregion aus, als Napoleon III. 1865 seine Jugendheimat besuchte? Historische Fotografien geben in einer neuen Ausstellung im Napoleonmuseum Arenenberg überraschende Antworten. mehr

Wissen

Das Spiel des Lebens

Interaktiv, erlebnisreich, barrierefrei: Die neue Ausstellung „Leben & Lassen“ des Historischen Museums Thurgau macht sehr vieles richtig. Nur eine Perspektive bleibt unterbelichtet. mehr