Seite vorlesen

02.11.2015

Leidmahl auf der Bühne

Leidmahl auf der Bühne
Philipp Galizia
: «Am Seil abelo – Eine Totengräberballade» um 20 Uhr im Theater an der Grenze. | © zVg

Ein witzig-melancholisches Allerseelen als Kontrastprogramm zu Halloween? Das Theater an der Grenze hat sich für heute Abend etwas besonderes ausgedacht. Samt kostenlosem Eintritt.

Der Tod trifft uns alle. Und trotzdem ist er in der Gesellschaft wenig präsent, wird selten thematisiert. Das will das Thteater an der Grenze einen Abend lang ändern. 

Der Erzählvirtuose Philipp Galizia wurde für den heutigen Abend eingeladen, der dem Publikum in poetischer Weise den Tod des Totengräbers Lunzi näherbringt und zeigt, was Gedenken heissen könnte.

Gedenken ist nicht nur etwas Fiktives, das auf einer Theaterbühne stattfindet, sondern etwas durchaus Reales. Und der Tod bringt nicht nur Schmerz und Trauer mit sich, sondern kann auch seine komische oder absurde Seite haben. Diese Aspekte werden in zwei Rahmenveranstaltungen aufgegriffen.

Zwei Fachleute, die sich seit vielen Jahren mit diesen Themen auseinandersetzen werden den Abend begleiten: Pfarrerin Andrea Stüven und Pfarrer Josef Gander gestalten gemeinsam eine Veranstaltung zu Allerseelen, bei der liturgische Elemente genau so Platz finden wie Anekdoten aus dem Alltag der beiden Seelsorger. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Gemeinsames Leidmahl ca. 21.15 Uhr

Im Anschluss an die Vorstellung von Philipp Galizia wird im Theater an der Grenze ein Leidmahl begangen. Gemeinsam speisen die Besucherinnen und Besucher vom Buffet und gedenken dem Totengräber Lunzi, der Hauptfigur aus dem Stück Galizias, sowie all den anderen uns nahen oder entfernter bekannten Menschen, die aus dem Leben uns in den Tod vorangegangen sind.

Die Teilnahme am Leidmahl ist kostenlos – Das Theater an der Grenze  freut sich aber über alle, die selbst gemachte Speisen zum Buffet beisteuern. Das Mahl soll vom gemeinsam bestückten Buffet genossen werden, ähnlich wie bei der im vergangenen Mai erfolgreich durchgeführten Sigismundtafel.

Kommentare werden geladen...

Kommt vor in diesen Ressorts

  • Bühne

Kommt vor in diesen Interessen

  • Schauspiel

Werbung

Mit Sorgfalt für die Agenda – wir suchen Verstärkung

Ein kleines Pensum mit grosser Verantwortung für unser Service public-Angebot. 15 % | Start: September 2026

Gesucht per Herbst 2026: Geschäftsführung 20-30%

Das GENERATIONS steht für aktuellen Jazz, internationale Vernetzung und die nachhaltige Förderung junger Musiker.

Ausschreibung «Freies Atelierstipendium»

Bewerbungsdauer: 1. Juli bis Mitte August 2026 über die digitale Gesuchsplattform der Kulturstiftung Thurgau.

Ähnliche Beiträge

Bühne

Theater zum Anfassen

Vor 17 Jahren begann alles mit einer Biertischidee. Heute verwandelt das NordArt Theaterfestival Stein am Rhein in eine Bühne – und zeigt, wie Kleinkunst eine ganze Region zusammenbringen kann. Am 5. August geht es los. mehr

Bühne

Wie Kleider Geschichten erzählen

Joachim Steiner ist Kostümbildner und Experte in nonverbaler Kommunikation. Für die See-Burgtheater-Produktion «Anne Bonny» hat der Konstanzer 60 Kostüme entworfen und zum Teil selbst genäht. mehr

Bühne

40 Jahre momoll – Theater für Generationen

1985 als freie Theatergruppe gegründet, hat sich das momoll theater zu einem etablierten Kompetenzzentrum für Theaterschaffende in der Ostschweiz entwickelt. Ein Videoporträt von arttv.ch mehr